Nicht länger nach den richtigen Worten suchen - sie finden dich
Shownotes
In dieser Folge ist Youri Keifens mein Gast.
Er ist SPIEGEL-Bestseller-Autor, Copywriter und Trainer rund um die Macht der Sprache. Sein aktuelles Buch "Brandwriting" steht heute im Mittelpunkt:
Darüber sprechen wir: • Was eine Marke im Kern ausmacht. • Wie deine Werte, Ziele und Überzeugungen als Filter arbeiten. • Woher dein Stil kommt. Youris Antwort überrascht viele: Du erschaffst ihn nicht, du erlaubst ihn dir. • Warum Youri seine Texte diktiert statt tippt und was das mit deinem Kurzzeitgedächtnis zu tun hat. • Werkzeuge aus seiner Stilkiste: starke Verben statt Substantivierungen, Satzzeichen als Stilmittel und die unterschätzte Klammer, mit der du deine Stimme zwischen die Zeilen schmuggelst. • Die SEXI-Formel • Wo KI dir Arbeit abnimmt und wo sie deine Stimme auf Durchschnitt herunterzieht. • Und ganz konkret: wie du aus deinem eigenen Lebensbereich ein Wortfeld baust.
Links zur Folge: Buch Brandwriting
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Transkript anzeigen
00:00:00: Verkaufen ohne Branding ist wie Essen ohne Geschmack, macht satt aber nicht glücklich.
00:00:07: Wenn mein Podcast schon länger hört der weiß bei diesen starken Bildern aus der Welt des Essens und Trinkens bereits wenig heute zu Gast habe.
00:00:16: ich spreche mit Yuri Keifens über die Macht der Sprache genauer über brandwriting.
00:00:22: Hör dir unbedingt diese neue Folge an, wenn du wissen willst wie du mit Worten eine starke Verbindung zu deiner Zielgruppe aufbaust und deiner Marke eine unverwechselbare Stimme gibst.
00:00:36: Hallo und herzlich willkommen zum Podcast.
00:00:38: Endlich Coach Großes Wagen.
00:00:41: Wofür mein Herz schlägt, als Coaching möglichst vielen Frauen Mut zu machen ihre Coaching-Persönlichkeit zu entwickeln und ein erfolgreiches Business aufzubauen?
00:00:50: Mein Podcast ist dein Business Buddy der dir regelmäßig zuruft.
00:00:54: du schaffst das fang an.
00:00:56: Du bist gut.
00:00:57: bleib dran.
00:00:57: bald hast du ein Ziel erreicht.
00:00:59: geh jetzt den ersten Schritt.
00:01:01: hol dir in diesem Podcast den Mut den du brauchst um großes zu wagen.
00:01:09: Spiegelbestsellerautor, Copywriter und Trainer rund um die Macht der Sprache.
00:01:15: Das reicht eigentlich schon, um zu erklären warum ich Yuri Keifens in meinen Podcast eingeladen habe oder ich oute mich einfach als Fan!
00:01:23: Warum?
00:01:24: Ich kenne kaum jemanden, der so vielseitig humorvoll tiefgründig mit Sprache spielt.
00:01:30: Sein Podcast heißt Die Macht der Sprache, Psychologie für Copywriting Branding und Verkauf.
00:01:36: Gelaber gibt's bei ihm nicht!
00:01:38: Alle Gedanken sind auf den Punkt wie ein hervorragend gegrilltes Rinderfilet.
00:01:43: Seine Ausführungen haben immer die richtige Würze und dem Pep, den es braucht um Geband zu lauschen.
00:01:51: Heute haben wir ein großes Thema.
00:01:53: Es geht nämlich um sein neues Buch Brand Writing das gerade im August erschienen ist.
00:01:59: Ich freue mich sehr auf unser Gespräch und viele neue Erkenntnisse.
00:02:03: Herzlich willkommen, lieber Juri!
00:02:07: Ja danke liebe Bettina für die sehr, sehr schöne Anmoderationen, die mir auch wieder ein Feedback gibt wie du mich und meine Arbeit wahrnimmst – sehr wertvoll.
00:02:16: Auch die einzelnen Worte, die du da benutzt.
00:02:18: Danke!
00:02:19: Wenn wir über dein neues Buch sprechen dann möchte ich gerne mit dem Titel starten.
00:02:24: Du hast den Begriff Brandwriting kreiert.
00:02:28: Das Carver des Buches, das visualisiert ja auch in zwei verschiedenen Farben diese beiden Wortbestandteile Brand und Writing.
00:02:37: Was verbindet du mit diesem Begriff?
00:02:42: Ja, es ist für mich eine Neuschöpfung – wenn Du so willst – eine neue Kategorie, wenn wir über Positionierung nachdenken Weil ich gemerkt habe, es braucht neben dem Copywriting.
00:02:54: Wo es darum geht verkaufsstark zu texten Menschen zu einer Entscheidung zu begleiten mit der eigenen Sprache braucht es noch eine andere Seite, die wir lange Zeit bekannt als das Content Writing.
00:03:06: Das heißt, Content mit unseren Inhalten können jetzt Blockartikel sein, Social Media Postings Podcasts alles drum und dran.
00:03:14: Die dienen ja dazu den Verkauf vorzubereiten.
00:03:17: D.h.,
00:03:17: erst mal eine Verbindung zu uns aufzubauende Beziehung.
00:03:20: denn wenn die einmal steht, wenn ich halt von dir ein bisschen was im Podcast gehört habe, was gelesen habe und das gefällt mir dann bin ich halt auch viel offener für das was dann später kommt.
00:03:31: Und ich habe dann mir gedacht, ja beschäftige mich noch intensiver mit dem Thema Content.
00:03:35: und dann kam damals die KI Zeit.
00:03:38: Also so zweitausendundzwanzig ist bei mir in jedem Kundengespräch, kam also die Frage auf, Juri wie mache ich das denn?
00:03:46: Dass sich jetzt in Zeiten von KI trotzdem eine eigene Stimme behalte, dass ich so klinge, wie ich mich auch fühle... Und dann habe ich mir gedacht, Mensch hier geht es nicht mehr nur um Content.
00:03:55: Also es geht schon darum doch der braucht noch eine andere Zutat nämlich diese Persönlichkeit Das braucht etwas, das die Menschen abhebt.
00:04:05: Und dann habe ich mir gedacht naja im Grunde ist das ja die Brand und es ist halt die Persönlichkeit der Marke, der Personen, den Menschen, die dahinter stehen und mir gedacht warum nicht einfach das miteinander kombinieren?
00:04:16: Brand Writing wo es halt darum geht deine Persönlichkeit durchs Schreiben zu erforschen.
00:04:23: Das ist mir ganz wichtig, weil Brandwriting für mich nicht etwas was du am Anfang kurz machst und dann ist das fertig.
00:04:30: Sondern es ist ein fortlaufender Prozess.
00:04:33: Ein Prozess der Selbsterkenntnis würde ich auch sagen wenn du schreibst einfach drauf los, wäre jetzt ein bisschen zu lapidar gesagt.
00:04:41: Doch es geht darum mit deinem Content gleichzeitig auch die Persönlichkeit deiner Marke weiter zu erforschen.
00:04:48: Zu schauen was spricht mich an im Alltag?
00:04:51: Was bewegt mich?
00:04:52: Was berührt mich?
00:04:53: Wie sehe ich die Dinge?
00:04:55: und du entwickelst halt deine Perspektive auf die Welt Und die machst du dir halt bewusst mit jedem einzelnen Content-Element.
00:05:02: Baust du quasi deine Marke aus und deswegen ist das so ein lebendiger Prozess der Markenpflege durch das Schreiben!
00:05:10: Ich finde jetzt sehr interessant, welche Richtung du damit... kreiert hast, die Richtung nämlich von innen nach außen und nicht von außen nach innen.
00:05:20: Wenn ich mit Menschen zusammen arbeite dann erlebe ich oft so dieses starke Orientieren im Außen was ja auch durch alle möglichen Ratgeber aus dem Content Marketing, aus dem Copywriting vermittelt wird schreibt so formuliere Variantenreich macht dies mal jenes vielleicht gibt sogar Vorlagen Und das ist ja so ein sehr orientierend im Außen.
00:05:43: Du setzt jetzt ja sehr dagegen, dass Orientieren von innen heraus und auch... Das gibt ja nochmal dem Schreiben finde ich eine ganz andere Qualität.
00:05:53: wenn du hast so Worte verwendet gerade auch wie Ich erforsche mich damit auch noch ein bisschen weiter.
00:05:58: Es ist Selbsterkenntnis!
00:06:01: Das find' ich spannend weil es damit ja letztlich auch noch an ein anderes Verständnis Sprachbenutzung sich durch Sprache entwickeln, anknüpft als man das ich sage mal so ein bisschen vor dem Hintergrund würde ich Copywriting und Content Marketing und sowas fast etwas begrenzt verstehen.
00:06:23: Also du weißt es sehr aus und das finde ich spannend.
00:06:29: Für mich sind erst einmal Copywriting und Brand Writing zwei Schwestern, also zwei Disziplinen die Hand in Hand gehen.
00:06:36: Ich nehme auch gerne die Fußballmetapher dass ich sage das Brand Writing legt die Pässe vor und das Copywriting versenkt sie im Tor und beides braucht es.
00:06:45: und das Brand writing ist für wirklich das Gegenteil, wie du das sagst.
00:06:50: Nein, Copywriting ist von außen nach innen!
00:06:53: Ich schaue was spricht die Zielgruppe an?
00:06:55: Welche Probleme haben die Menschen, welche Sorgen, welcher Hindernisse?
00:06:58: und dass nutze ich in meinen Texten greife das auf um die Menschen dort abzuholen wo sie sind und dann in die Richtung zu bringen, die halt ihren Zielen entspricht.
00:07:09: Und im Brand Writing nehme ich mir die Freiheit es genau anders herum zu machen weil das was sich da tun möchte ist Verbindung knüpfen.
00:07:16: Ich will Beziehungen herstellen und das funktioniert am allerbesten, indem ich mich selbst erst einmal zeige um... Das ist hier das Zauberwort Identifikation zu schaffen.
00:07:26: Und wenn wir noch weitergehen wollen auch Resonanz.
00:07:29: Identifikations bedeutet für mich einfach ganz einfach, ich sehe ein Stück von mir in dir!
00:07:39: Gelingt halt nicht, wenn ich generischen Content von der Stange produziere nach irgendwelchen Schablonen und auf eine Art und Weise wie die Menschen's schon hundertmal gehört haben.
00:07:48: Weil da fehlt ja genau diese eine Zutat du selbst deine Persönlichkeit, deine Perspektive dein Charakter.
00:07:54: Und für mich ist der einzige Weg das mit reinzubringen wirklich aus dir selbst heraus zu denken und dem Content.
00:08:03: Wir sprechen wahrscheinlich in einer Branche all über die gleichen Themen doch wie wir es tun macht ein Unterschied.
00:08:09: Welche Beispiele bringen wir rein, welche Stories fallen uns ein und mit welcher Wortwahl und mit der Perspektive tun wir das überhaupt?
00:08:17: Das ist der Unterschied, der den Unterschied macht!
00:08:20: Und das ist halt auch das was dich von der KI abgrenzt Denn die greift ihr halt einfach auf den Durchschnitt, auf das Mittelmaß zurück und reproduziert das.
00:08:28: Es sei denn – ich will diese Werkzeuge auch nicht disqualifizieren – es sei denn du briefst sie mit extrem viel Material, dass deine Perspektive beschreibt, dass deiner Haltung beschreibt.
00:08:40: Meine KI ist zum Beispiel gebrieft mit den Transkripten aus über zweihundertfünfzig Podcast-Folgen, aus hunderten von Newsglättern, die ich geschrieben habe.
00:08:48: Da steckt natürlich schon einiges mit drin und das optimiert!
00:08:52: Auf jeden Fall die Schreiber und gleichzeitig mache ich diesen Prozess immer noch begleitet den immer noch persönlich, weil ich bin ja kein statisches Wesen.
00:09:01: Ich denke zum Glück heute nicht mehr so wie noch vor fünf Jahren sondern ich entwickle mich Und das darf sich halt auch in meiner Sprache ausdrücken.
00:09:09: und deswegen wenn ich der KI einmal briefe und sage schreibe jetzt jahrelang genauso du kennst mich Ja dann Ich höre jetzt auf mich zu entwickeln, alles bleibt so und fertig.
00:09:21: Und damit koble ich mich ja auch vom Zeitgeist ab weil nicht nur ich entwickle mich sondern unsere Gesellschaft entwickelt sich und das ist dieser lebendige Prozess wo ich vielleicht greife ich da auch schon Fragen von dir voraus.
00:09:33: doch ich glaube die größte Herausforderung im Umgang mit KI besteht darin zu wissen wo nutze ich sie?
00:09:41: Wo kann ich sie so einsetzen, dass sie mich entspannt zu dem bringt was sich sowieso kommunizieren will.
00:09:48: also wo nimmt sie mir einfach Affenarbeit ab und Dinge wo ich nicht mehr dreimal drüber nachdenken will.
00:09:54: Und wo stecke ich noch selbst meine NASA rein?
00:09:57: weil ich das brauche weil ich den Dialog mit meiner Zielgruppe brauche die Selbstreflexion um mich auch selbst weiterzuentwickeln.
00:10:04: Und ich glaube, da darf ich auch ich persönlich jeden Tag gegen meinen inneren Schweinehund kämpfen.
00:10:10: Weil die Verlockung ist so groß einfach mit ein paar Prompts mir sofort abhilfe zu verschaffen und es mir leicht zu machen bequem zu machen.
00:10:18: Ich darf immer wieder gegen meine eigene Bequemlichkeit kämpfen indem mich manchmal sagt, nee das schreibe ich jetzt selbst weil es gut für meine Entwicklung.
00:10:25: Ich würde gerne nochmal an einen Punkt anknüpfen, den du am Anfang mit angesprochen hast.
00:10:31: Nämlich was ist denn eigentlich so?
00:10:32: die Zielsetzung unserer Texte?
00:10:34: Die wir als Selbstständige im Business schreiben?
00:10:37: und Du hast ja von Verbindung gesprochen und hast dann Identifikationen und Resonanz genannt Und ich habe so gespürt dein Buch gelesen habe oder ich hab es leider noch nicht ganz gelesen, aber ein Teil davon.
00:10:51: Ich bin irgendwie das beste Beispiel dafür, dass das stimmt was du schreibst oder ich konnt's auf mich gut anwenden weil ich selber so sehr in Resonanz gegangen bin mit deinen Gedanken über Resonanzen.
00:11:04: Das fand ich also da habe ich so richtig gespürt ist funktioniert das was du da theoretisch auch erklärst und Ich finde, mich hat es auch so gefreut.
00:11:16: Das ist für mich eine Bestätigung meines eigenen Ansatzes war wenn ich Positionierungsarbeit mache mit meinen Kundinnen dann ist mein erster Schritt immer wer bist du?
00:11:26: Guck nicht im Außen sondern fang innen an fang bei dir an.
00:11:30: was sind deine Stärken was zeichnet dich aus?
00:11:33: und das wird ein stabiles Fundament was natürlich auch Sicherheit gibt und was sich nicht leicht aus umpusten lässt dem Markt erscheint.
00:11:43: Und du hast ja davon gesprochen, dass das eben etwas zu tun hat mit Markenbildung Brand als Marke und diese Art schreiben.
00:11:54: und deswegen würde ich gerne auch so bei den Begriff Marke noch mal ein bisschen verweilen und dich fragen was ist genau in deinem Verständnis eine Marke?
00:12:04: Wie wirkt eine?
00:12:06: Du hast dich ja am Anfang des Buches dem Ganzen sehr ausführlich gewidmet und auch an der Stelle hebst du dich, glaube ich, sehr ab von anderen Autoren die das reine Copywriting thematisieren.
00:12:21: Also ich bin bei der Definition einer Marke, da gibt es ja sehr vieles.
00:12:26: Sehr viele betriebswirtschaftliche juristische Beschreibungen einer Marken, die alle ihre Berechtigung haben.
00:12:32: Das ist da um Einordnung Kategorisierung von Waren und Dienstleistungen gibt, die unterscheiden zu können und dergleichen.
00:12:40: Diese Definitionen haben all Ihre Berechtigungen nur für mich bleiben sie halt häufig sehr abstrakt und unkonkret Und ich mag sehr die Definition von Marty Neumeier.
00:12:49: Er hat ein paar schöne Bücher über das Thema Branding gesprochen, der sagt halt einfach deine Brand ist dein Bauchgefühl bei deiner Zielgruppe in Bezug auf dein Angebot?
00:12:59: Also was ist das, was sie fühlt vielleicht auch nicht mal bewusst benennen kann weil du und ich wir kennen vielleicht beide viele Marken, die uns ansprechen wo wir vielleicht erstmal keine Worte für haben, die wir natürlich entwickeln könnten, wenn wir uns genauer darauf fokussieren.
00:13:16: Das ist so dieses Grundgefühl.
00:13:18: was erlebe ich?
00:13:18: Was empfinde ich in Kontakt mit dieser Marke und was gibt mir das?
00:13:23: Und das ist der Gedanke den ich weiter ausbaue.
00:13:26: deswegen bedeutet Brand Writing für mich halt auch dieses Bauchgefühl zu kultivieren.
00:13:32: Was ist das Gefühl, dass meine Marke immer wieder transportiert?
00:13:36: Bei jedem Kontakt.
00:13:38: Bei mir ist es so etwas wie eine heitere Gelassenheit.
00:13:41: Du hast das eben als Humor und Tiefgründigkeit gedeutet.
00:13:47: Mein Ziel ist – auch der Grundcharakter von mir – Ich mag es sehr, in die Tiefe einzutauchen.
00:13:55: Und trotzdem möchte ich in so einem entspannten Grundzustand bleiben, weil ich halt weiß aus Lebenserfahrung was aus einer positiven, aus einer heiteren Gelassenheit alles möglich ist.
00:14:04: Es ist ein sehr kreativer, kraftvoller Grundzustands und den lebe ich und der drückt sich halt auch automatisch in all meinen Texten aus.
00:14:13: Das ist halt so...ich schreibe selten Texte, die die Menschen irgendwie traurig oder hilflos zurücklassen.
00:14:19: das liegt nicht in meiner Natur Und deswegen ist das zum Beispiel ein Element, dass eine gute Marke ausmacht.
00:14:25: Wie fühlen sich die Menschen im Kontakt und nach dem Kontakt mit der Marke?
00:14:30: Und ich würde sagen, das ist so der rote Faden auch, der durch das ganze Buch sich zieht.
00:14:35: dieses Bauchgefühl und wie beeinflussen wir das?
00:14:39: Ein Weg besteht darin es halt ganz einfache Konditionierung Deine Marke ist das, was die Menschen immer wiederholt mit deiner Marke fühlen und erleben.
00:14:50: Was sie irgendwann damit in Verbindung bringt.
00:14:52: Und wenn ich fünf mal ein Newsletter von dir lese und jedes Mal fühle ich mich danach inspiriert und so'n bisschen ja, so'nn bisschen positiv vielleicht auch belustigt dann werde ich dieses Gefühl früher oder später mit dir als Bettina in Verbindung bringen und irgendwann sehe ich dein Logo oder ich seh deinen Absender den Absender deines Newsletters in meinem Postfach und automatisch kommt schon dieses Gefühl auf, dass ich halt mit dir verbunden habe.
00:15:18: Und das ist für mich die einfachste Form der Prägung.
00:15:22: Mir
00:15:22: hat neulich jemand im Erstgespräch auf die Frage so wie sie eigentlich zu mir gekommen ist und dann kam automatisch auch was sie mit mir verbindet.
00:15:32: Jemand gesagt du bist so menschlich anders als diese ganzen Hochglanz Online-Ambienter.
00:15:41: Ist das auch ein Stückchen Marke, was davon mir spiegelt?
00:15:47: Würde ich auf jeden Fall sagen, würde ich auf jedem Fall weil menschlich bedeutet ja da ist irgendwo eine Komponente.
00:15:54: Ich würde jetzt mal sagen vielleicht ein sehr feinfühliger vielleicht auch einer etwas unberechenbare Komponenten mit rein.
00:16:02: also das ist jetzt einfach hier.
00:16:03: ich dürfte erstmal metamodellieren und sie dann fragen was genau meinst du denn mit menschlichen um da wirklich an die Wurzel zu kommen.
00:16:10: nur gerade im Kontrast mit diesem Hochglanz poliert uns so glaube ich ist es häufiger dieser Faktor, da ist so eine gewisse Unberechenbarkeit mit dabei im positiven Sinne.
00:16:21: Das heißt du bist nicht so glatt dass das Du Dinge sagst die alle sagen damit halt bloß nix aneckt oder so sondern du sagst Dinge, die ich mit meinem menschlichen Lebensalltag in Verbindung bringen kann.
00:16:36: Die mit mir resonieren, wo ich halt auch spüre da ist eine Person, die hat eigene Erfahrung, der vielleicht auch eine ganz eigene Sicht auf die Dinge und die traut sich diese einfließen zu lassen.
00:16:46: Und das ist halt auch sehr, sehr schöne eine sehr schöne Art übrigens auch Branding zu definieren.
00:16:52: Die Menschen einfach zu fragen was sind so die drei Schlagworte, die als erstes dir in Verbindung mit mir einfallen?
00:17:00: oder was ist auch das Grundgefühl.
00:17:02: So wie du das am Anfang gesagt hast noch bei mir Humor, Tiefgang und des Dritter es mir jetzt gerade entflogen.
00:17:10: Vielseitigkeit!
00:17:11: Und das sind dann so Dinge die kann ich jetzt aufnehmen und dann kann ich mehr Gedanken machen.
00:17:16: okay dass ist das wir die Menschen mich wahr nehmen.
00:17:18: woran mag das liegen?
00:17:19: passt das zu mir?
00:17:20: idealerweise ist Kommunikation dann gut, wenn außen auch das ankommt was ich innen fühle und was ich vermitteln möchte.
00:17:28: Du sprichst ja auch von Filtern durch die die Marke die Welt wahrnimmt.
00:17:33: und diese Filter die sein dass Geheimnis hinter unverwechselbaren Botschaften Ich habe das Zitat gefunden du suchst nicht länger nach den richtigen Worten sie finden dich Darf ich auch gerne noch etwas tiefer einsteigen, weil ich diesen strategischen Ansatz sehr spannend finde.
00:17:51: Was hat es mit diesem Filtern auf sich?
00:17:56: Okay dann dürfen wir uns jetzt mal einen Tag rausnehmen und jetzt acht Stunden hier diese Protestfolge verlängern, wenn ich das ganz ausführen würde... Es geht bei mir um halt einfach Wahrnehmungspsychologie!
00:18:08: Wir wissen ja heute Frage mich nicht, wie die Forscher das gemessen haben.
00:18:12: Doch dass so pro Sekunde ca.
00:18:14: vierhundert Millionen Eindrücke auf uns einprasseln?
00:18:17: Also alles was wir irgendwie wahrnehmen könnten über unsere fünf Sinne Das ist nur noch ein ganz kleiner Teil davon, nämlich nur noch elf Millionen.
00:18:26: Das heißt von diesen vierhundert Millionen Eindrücken die da potenziell draußen sind können wir nur einen kleinen Teil davon wahrnehmen.
00:18:33: das heißt wir sehen halt nur gewisse Spektren wir hören nur gewiße Frequenzen und als sehr viel wofür unsere menschlichen Sinnesorgane nicht empfänglich sind.
00:18:44: Manche sprechen halt auch noch, vielleicht haben wir einen sechsten und siebten Sinn.
00:18:47: Wo wir mehr von diesen Elementen anzapfen können, doch das würde uns zu weit führen.
00:18:51: Jetzt nehmen wir einmal an, wir können elf Millionen Sinneseindrücke pro Sekunde über unsere fünf Sinne wahrnehmen.
00:18:56: Das ist all das was wir schmecken, riechen sehen fühlen und hören!
00:19:00: Von diesen elf Millionen die könnten ja nicht permanent aller nur in unser Bewusstsein vordringen weil dann werden wir komplett lahm gelegt.
00:19:08: Wenn du jetzt halt dein Herzschlag hören würdest, wie das Blut durch deinen Körper pulsiert und du merkst, wie die Erdanziehungskraft an deine Urlepschen zieht.
00:19:17: Dann würde dich das alles beschäftigen und du hättest viel weniger Fokus um dich mit mir hier zu unterhalten.
00:19:23: Und deswegen hat unser Hirn so genannte Filter installiert, die dafür sorgen dass nur die wirklich relevanten Elemente zu dir durchstringen.
00:19:32: Und zu diesen Filtern gehören zum Beispiel deine Ziele Je nachdem das was du gerade anstrebst, das kalibriert deine Filter.
00:19:40: Das heißt wenn du jetzt zum Beispiel grade nach einem neuen Auto suchst und das kalibrierst Dass das für dich konfiguriert die richtige Farbe, die richtige Ausstattung des richtigen Modell plötzlich fällt dir dieses Auto viel viel häufiger im Alltag auf.
00:19:57: Es ist jetzt nicht dass es mehr da ist, dass es häufiger da ist sondern dass deine Filter halt einfach dafür geschärft sind mehr von dem durchzulassen was für dich relevant ist.
00:20:07: Von diesen elf Millionen denn am Ende kann dein bewusster Verstand nur ca.
00:20:12: vierzig Eindrücke pro Sekunde verarbeiten.
00:20:15: Das heißt, von diesen elf Millionen kommt nur ein ganz kleiner Teil zu uns durch.
00:20:20: Ähnliche Filter sind zum Beispiel deine Werte und das was dir wichtig ist, dass filtert deine Überzeugung.
00:20:26: wenn für dich zum Beispiel irgendwie Leidenschaft, Wachstum und Genuss wichtige Werte sind siehst du die Welt anders als für Menschen.
00:20:34: die zb Bescheidenheit Verbundenheit Vielleicht Entspannung Leben, ich will jetzt einfach nur den Kontrast zeigen oder halt auch Überzeugungen.
00:20:44: Wenn du überzeugt bist in Deutschland geht gerade alles den Bach runter wir steigen wirtschaftlich ab dann wirst Du andere Dinge in der Welt erkennen.
00:20:53: dein Filtersystem wird andere Dinge durchlassen als wenn du davon überzeugt.
00:20:57: bis Jahr Gerade passiert sehr viel Wandel doch da wo wandel ist entstehen immer auch schöne Gelegenheiten die sich jetzt ergreifen lassen und von denen halt aus ganz wunderbare Dinge entstehen können.
00:21:08: Wenn du das eine glaubst oder das andere, wird dein Gehirn anderer Beweise wenn du so willst aus der Außenwelt durchlassen und die werden deine Überzeugungen bestätigen.
00:21:19: Das heißt die Grundidee ist wie alle filtern die Welt auf eine höchst individuelle Art und Weise So, wie wir geprägt sind mit unseren Filtern.
00:21:27: Das sehen wir und das verarbeiten wir.
00:21:30: Das heißt wenn du und ich auf ein und dasselbe Thema schauen haben wir unterschiedliche Werte, Ziele, Überzeugungen, da spielen noch andere Filter eine Rolle die auch im Buch beschreibe Und das was ich dann am Ende in meinen Texten nenne wird eine ganz andere, das ist halt immer so ein Filterabdruck zeigen wo in meinen Texten, meine Werte, meine Überzeugung und meine Ziele färben die Texte ein.
00:21:53: Du und ich, wir schauen auf die gleiche Sache wie neben andere Dinge war und das zeigt sich in unserer Sprache.
00:21:59: Damit drücken wir es aus!
00:22:00: Und das letzten Endes formt auch unseren Stil weil ich sage halt auch im Buch, das Stil ist weit mehr als die Wahl deiner Worte und die Länge seiner Sätze.
00:22:09: Es ist der Rhythmus in dem deine Gedanken atmen.
00:22:13: also wie kommst du von einer Idee auf die anderen?
00:22:16: Was beobachtest Du im Alltag?
00:22:17: was nimmst Du wahr?
00:22:18: worauf fokussierst Du Dich?
00:22:20: all das drückt sich am Ende in Deiner Sprache aus Und das macht letzten Endes Coaching aus.
00:22:26: gut ausgebildete Coaches haben ein Auge dafür entwickelt oder auch eine Uhr zu lesen.
00:22:32: Was drückst du gerade in der Sprache aus?
00:22:34: Welche Werte sprechen wohl dafür, welche Überzeugungen prägen die Art und Weise wie du die Welt siehst.
00:22:40: Das heißt ich kann halt als Coach, als Trainer, als Hypnose-Coach und Mentaltrainer wenn ich hinhöre was die Menschen sagen bekomme ich ein Gefühl dafür, was passiert wohl gerade zwischen den beiden Ohren.
00:22:53: Und wenn ich möchte dass die Person mehr Wahlmöglichkeiten hat, mehr Flexibilität dann darf ich mit ihr halt reinsumen welche Werte prägen dich?
00:23:01: welcher Überzeugungen haben wir vielleicht früher geholfen sind aber jetzt nicht mehr so dienlich?
00:23:06: und wie können wir an diesen Überzeugung arbeiten damit du andere Dinge wahrnimmst aus den elf Millionen dir deinen Zielen näher bringen?
00:23:14: das ist der Grundmechanismus.
00:23:16: Und jetzt können wir uns vorstellen, alleine indem ich mir bewusst mache welche Filter auch meine Marke prägen.
00:23:22: Weil wenn du eine Personal Brand bist passt das wahrscheinlich sehr stark zusammen.
00:23:27: also welcher Werte prägend dich?
00:23:29: welche Überzeugungen leiten dich?
00:23:31: und das mach' Ich Mir Bewusst Das ist dieser Prozess des Brandwritings immer wieder das zu erforschen so entdecken zu ergründen mit das bewusstzumachen weil in dem Moment wo ich verstehe ach dass sind die drei vier fünf zentralen werte die mich leiten dann kann ich mich auch davon leiten lassen, wenn es darum geht, Business Entscheidungen zu treffen.
00:23:51: Also wenn ich zum Beispiel stehe für Wachstum, Verbundenheit und Genuss – das sind meine drei persönlichen Lebenswerte – und ich merke sobald es so Dinge sind wo die Verbundenkeit leidet oder wo ich nicht richtig wachsen kann, dann verliere sehr schnell die Freude daran und dann nutze ich z.B.
00:24:07: meine Leitwerte als Orientierung.
00:24:10: in welche Richtung will ich mein Business entwickeln?
00:24:12: Das ist die Grundidee dieser Filtersystemen Und da geht es jetzt darum, die erstmal zu erarbeiten klarzuhaben und dann halt auch so zu kommunizieren dass Menschen, die die Welt auf eine ähnliche Art und Weise sehen sich darin wiederfinden können.
00:24:29: Wenn ich jetzt zum Beispiel greifen wir die Überzeugung auf, ich sage gerade okay.
00:24:33: Die Welt ist gerade ein ganz schön abenteuerlicher Ort.
00:24:36: es verändert sich so viel zur gleichen Zeit und ich bin überzeugt dass da wo viel im Wandel ist auch viele Möglichkeiten entstehen.
00:24:43: und deswegen gehe ich manchmal sehr aufgeregt zu Bett und frag mich was wird wohl als nächstes passieren?
00:24:49: Und jetzt kann ich das zb teilen in dem Link den Beitrag oder ich mache eine Podcastfolge dazu Und plötzlich sagen Menschen, das hat mir gerade richtig gut getan deine Folge zu lesen oder zu hören.
00:25:01: Oder dein Beitrag zu Lesen weil ich mag dass wie du die Welt siehst na?
00:25:05: Ich mag das was du da gesagt hast irgendetwas von dem was Du sagst bringt seiten in mir zum Schwingen und Das ist es jetzt.
00:25:12: indem wir das bewusst rausspielen unsere Überzeugungen teilen unserer Werte können sich menschen die ähnlich schwingen wenn Du so willst um die Resonanzidee aufzugreifen, mit uns identifizieren und dann entsteht eine Verbindung.
00:25:25: Weil sie halt sagen ich erkenne ein Stück von mir in dir, na eine Sache die mir sehr wichtig ist du strahlst die aus und dann entfacht Branding seine kraftvollste Wirkung.
00:25:37: denn meine, die absolute Ideale Idee isst Bettina sag mir was ich bei dir kaufen darf um ein Stück von dir und deiner Welt, von deinem Spirit in mein Leben zu bringen.
00:25:48: Bei Bettina die Art und Weise wie du die Welt siehst, die tut mir gut!
00:25:52: Die bringt irgendwas in mir zum Schwingen und ich möchte mehr von diesem Gefühl in meinem Leben haben und deswegen kaufe ich deine Produkte- und Dienstleistungen.
00:26:01: Das ist der Sog den Branding entfachen kann und das höchste überhaupt aller Ziele.
00:26:06: Ich
00:26:06: glaube dir sofort dass wir jetzt noch acht Stunden sprechen könnten ist so vielseitig und umfangreich und spannend dieses Thema.
00:26:16: Ja, danke erst mal schon zwischendurch für diese Anregungen- und Sortierungsangebote die du auch machst mit deinen Gedanken.
00:26:26: das erfreut mich persönlich immer sehr wenn ich so Strukturierungshilfen bekomme durch das Nachdenken oder durch die Art wie andere Menschen nachdenken.
00:26:39: Das Wort Stil ist eben auch schon mal gefallen.
00:26:42: Wie finde ich eigentlich meinen Stil?
00:26:45: Ich möchte in Überleitung vielleicht zu diesem Thema mit einem Zitat starten, was ich auch bei dir gefunden habe wo ich schmunzeln musste wenn du Äpfel an eine Tanne hängst wird daraus noch kein Apfelbaum.
00:26:56: das ist ein Zitat.
00:26:57: das habe ich in dem Kapitel gefunden indem es um inhaltliche Stilebene geht und Für mich stellt sich da die Frage und vielleicht ist das eben auch so die Frage, die sich unsere Zuhörerinnen ein bisschen stellen.
00:27:08: Wie entsteht denn nun so ein individueller und unvorwechselbarer Stil?
00:27:14: Und warum können eben auch die Large Language Models da nicht auf gleiche Weise inspirieren und wirken wie eben ein Stil der sich entwickelt aus der eigenen Philosophie?
00:27:28: Ja, damit haben wir das Thema wieder in den nächsten acht Stunden.
00:27:34: Es ist ja grundsätzlich, es für mich Stil ist einfach die Art und Weise wie du dich ausdrückst und wie sich das anfühlt.
00:27:43: Und ich würde sagen der einfachste Weg zum Stil und der wichtigsten und kraftvollste Weg besteht darin dir zu erlauben Dich auszudrücken und zwar ungeschönt, ungefiltert unsensiert gerne auch hemmungslos Einfach mal hemmungslos drauf los schreiben.
00:28:01: Denn ich glaube, es geht beim Stil entwickeln wirklich weniger darum irgendetwas zu erschaffen oder zu erdenken.
00:28:10: Oder so irgendwie zu konstruieren Sondern es geht darum dich selbst zuzulassen So zu schreiben wie sich für Dich gut und richtig anfühlt.
00:28:22: Und gerade beim Schreiben haben wir häufig eine Prägung aus früherer Schulzeit.
00:28:26: Man muss so-und-so schreiben Wenn du professionell und seriös Und diese ganzen Worte, was auch immer sie bedeuten sollen.
00:28:33: Wenn du so schreiben willst dann solltest du so und so undso und so schreiben.
00:28:38: Was dann häufig passiert ist das es halt einfach.
00:28:40: Stock-Impo-Sprache hat einfach sehr gestellst, ja einfach sehr generisch, sehr gleich, sehr ähnlich weil sie halt einfach richtig klingt.
00:28:52: Ich glaube der wichtigste Weg zum eigenen Stil ist sich die Erlaubnis zu geben nicht so klingen zu müssen nicht so professionell zwischen Anführungszeichen und Seriösklingen zu müssen, sondern einfach mal – hier sind wir wieder dabei – zu erforschen.
00:29:06: Was kommt denn daraus?
00:29:07: Wenn du einfach schreibst wie dir der Schnabel gewachsen ist wenn du aus dem Gefühl herausschreibst Und das Ganze ist jetzt auch kein Zufallsprodukt Denn es ist am Ende auch wieder ein Ergebnis davon Wie klingt es, wenn Du halt wirklich Dein Filtersystem in Aktion agieren lässt?
00:29:26: Denn dieses System von dem wir eben gesprochen haben, das ist ja auch nicht erdacht oder so.
00:29:31: Sondern dein Leben hat das geformt und das entsteht Insbesondere in den ersten sieben Lebensjahren, unser Umfeld, Mama und Papa.
00:29:39: Die Eltern die Erziehung, die Schule und so prägen halt ganz massiv wie du denkst, wie du die Welt siehst, wie Du sie erlebst Und das ist natürlich eine Kiste, die ist permanent in Entwicklung.
00:29:49: Das heißt wenn ich neuer einschneidende Erfahrungen mache dann entwickeln sich vielleicht auch manche Überzeugungen.
00:29:56: Ich glaube zum Beispiel heute nicht mehr an den Weihnachtsmann Ich glaube nicht mehr an den Osterhasen und Menschen glauben zum Glück heute, zumindest der Großteil der Menschen glauben nicht dass die Erde eine Scheibe ist.
00:30:08: Wir haben das aber irgendwann mal alle inbrünstig gedacht.
00:30:11: wir waren von Dingen überzeugt und haben die später ja nochmal korrigiert in einer anderen Richtung und das passiert im Laufe unseres Lebens.
00:30:19: Und das es in erster Linie eine Sache der Erfahrungen und der Erlebnisse die wir gemacht haben Und die prägen uns und die Adern weise, wie wir uns dann im Ende auch ausdrücken.
00:30:28: Das heißt auch welche Geschichten uns einfallen vielleicht auch welche Wörter wir benutzen denn all das ist ja miteinander verflochten.
00:30:37: manche Leute haben zum Beispiel beim Wort verkaufen eine ganz große Version kriegen Bauchschmerzen und so und die würden wahrscheinlich in ihrer Sprache um das Wort Verkaufen herum tanzen und die Würden vielleicht andere Worte finden anderen Ausdruck.
00:30:53: Und ich sage zum Beispiel, in der Verkaufung ist für mich Menschen dabei zu begleiten oder zu coaching eine für sich wichtige Entscheidung zu treffen.
00:31:01: So kann ich das Gleiche sagen weil für mich es verkaufene.
00:31:05: Du sagst fragst die Person wo drückt der Schuh?
00:31:07: Wo willst du hin?
00:31:08: und dann unterstützt dir die Personen dorthin zu kommen.
00:31:12: Das könnte ich.
00:31:12: zum Beispiel macht mein Stil aus Weil ich manche Worte wahrscheinlich einfach umschiffen würde weil sie sich für mich nicht so gut und richtig und treffend anfühlen.
00:31:21: Das heißt, dieses Filtersystem prägt halt massiv.
00:31:24: Welche Beispiele fallen mir ein?
00:31:26: Welche Wörter benutze ich hier oder welche Geschichten erzähle ich?
00:31:29: Das kommt ja aus den tiefsten Innenwelten heraus und das dürfen wir halt zulassen.
00:31:35: Und dass es auch so einen Entwicklungsprozess sich selbst zu sagen Ja, ich darf das!
00:31:40: Ich darf von meinen Beispielen erzählen – von meinen Geschichten.
00:31:43: Die sind wertvoll und die können Wert für andere Menschen stiften.
00:31:47: mich zentrisch oder gar nazistisch, wenn ich meine Erfahrungen erteile.
00:31:53: Und das ist der Entwicklungsprozess.
00:31:55: also für mich ist Stil dir selbst die Erlaubnis zu geben dich ungefiltert auszudrücken.
00:32:01: Du hast eben den Weg skizziert vom Vom Innen ins Schreiben.
00:32:07: wir haben ja auch das Sprechen.
00:32:09: mir ist jetzt zwischendurch die Frage gekommen welche Rolle spielt denn eigentlich auf dem Ja, oder ist es eine Station auch auf dem Weg zum Schreiben dazwischen zu sprechen?
00:32:22: Ich habe da bei einer Erinnerung... ich hab mal irgendwann auch Germanistik studiert und im Rahmen meiner Staatsarbeit damals muss sich ja alle möglichen Texte verfassen.
00:32:31: Und ich habe mir damals ein Diktiergerät genommen.
00:32:34: Ich saß immer am Schreibtisch und mir fiel nichts ein und dann bin ich mit einem Diktirgerät durch meine siebzehn Quadratmeter Studentenbude gelaufen Und ich habe anschließend fast eins zu eins das Gespräch übernehmen können, hab dann ein bisschen redigiert noch aber eigentlich war das schon irgendwie ganz gut.
00:32:51: Da bin ich übers Sprechen zum Schreiben gekommen.
00:32:54: Kannst du dazu auch noch was sagen?
00:32:58: Total nutze ich auch!
00:33:00: sehr viel in meinem Alltag, einfach dass ich Dinge diktiere.
00:33:04: Zum Beispiel kriege ich immer Bauchschmerzen wenn ich sehe das Menschen prompt eine KI noch irgendwie mit der Tastatur da reintippen.
00:33:11: Das kannst du heute alles wunderbar über Sprachverarbeitung machen.
00:33:16: also sowohl bei Windows als auch beim Mac gibt es die Diktierfunktion.
00:33:19: Da brauchst Du nicht mal zusätzliche Software Kannst Du Dir zwar noch gönnen doch das braucht es nicht.
00:33:25: Und dann sprichst du halt einfach frei und locker von der Seele runter.
00:33:30: Und kannst damit halt schneller eine Assoziation zu anderen Folgen, wahrscheinlich schneller als die schnellsten Menschen der Welt tippen können.
00:33:38: Das ermöglicht mehrere Dinge.
00:33:39: zum einen bringt es dich in den entspannten Zustand der Gelassenheit wenn Du einfach vor Dich hinsprichst Und der sorgt halt dafür, dass du assoziativer denkst.
00:33:49: Dass du sehr viel schneller von einer Idee zu anderen kommst, sehr viel lockerer und es entlastet vor allem deinen, so willst du, mentalen Arbeitsspeicher weil häufig – das ist auch beim Schreiben ganz wichtig – behalten wir manche Ideen im Kopf und spielen die immer wieder hin und her um sie nicht zu vergessen.
00:34:08: und unser Hirn hat einfach nur eine begrenzte Kapazität von Dingen, die er in Kurzzeitgedächtnis verarbeiten kann.
00:34:15: Und beim Schreiben oder auch beim Reden lassen wir die Dinge raus.
00:34:19: Das heißt, wir entlasten den gesamten Speicher und geben dem Hirn damit die Energie frei mehr darüber nachdenken zu können.
00:34:27: wie geht es denn jetzt weiter?
00:34:29: Wie sieht das das nächste Wort aus?
00:34:31: und der Nächste Satz und der nächste Gedanke weil ist das alles nicht mehr irgendwo festhalten muss?
00:34:36: Das heißt dass sorgt für einen sehr schönen Flow Und es gibt ja auch so die Grundidee, schreib wie du sprichst.
00:34:42: Das knüpft sehr stark daran an einfach dass Du dem folgst, wie Du den Heiter und Gelassen ganz natürlich sprechen würdest.
00:34:50: Da ist nur ein einziger Punkt, den hast Du jetzt eben schon mit angedeutet was ich an diesem Spruch nicht ganz mag.
00:34:56: Manche Leute nehmen diesen Tipp, Schreib wie Du sprichest als Freifahrtsschein um die Leute halt irgendwie voll zu labern und halt irgendwie so sehr unkonkret zuschütten zu können.
00:35:07: Vielleicht kennst du es auch, dass du eine Sprachnarricht bei WhatsApp von Leuten bekommst die dann zehn Minuten irgendetwas sagen und dann sagen ah Mensch Bettina eigentlich wollte ich nur sagen hieß das und das.
00:35:17: Und da kriegst du zwei Sätze und denkst dir mensch.
00:35:21: ja das ist jetzt ein schöner Beweis für die allmähliche Verfestigung der Gedanken beim Reden.
00:35:28: doch wenn wir wirklich wertschätzend miteinander kommunizieren wollen, dann sollten wir nach diesen zehn Minuten halt einfach die Nachricht löschen und nochmal kurz auf den Punkt kommen.
00:35:38: Und das ist halt der Schritt beim Schreiben.
00:35:40: wenn du sagst Du konntest das fast eins zu eins so veröffentlichen?
00:35:44: Ist das sehr gut.
00:35:45: Grundsätzlich würde ich noch mal den Schritt einbauen.
00:35:48: Ist das auch wirklich für die geschriebenes Sprache?
00:35:50: Ist es zugespitzt?
00:35:52: Wiederhole Ich mich drehe ich da irgendwo doppelt und dreifach schleifen einfach damit die Menschen das nicht noch alles durcharbeiten müssen, sondern für mich ist ... schreiben ist auch für mich ein Service-für-die-Zielgruppe.
00:36:04: Das heißt ich will meine Gedanken möglichst klar auf den Punkt bringen, damit die menschen es leicht haben einen Zugang dazu zu entwickeln.
00:36:11: also grundsätzlich dass reden sehr sehr wertvoll und auch dieses dieser Prozess des Zulassens der hat mich auch im Bereich Speaking Podcasting oder halt auch im bereich Reels entwickeln sehr stark geprägt.
00:36:24: Es gibt ja gerade bei Instagram und bei den Kurzvideos diesen Trend des Yeppings.
00:36:29: Das heißt, dass du einfach zur Kamera greifst und ungefiltert einen Gedanken teilst der grade in dir vorgeht.
00:36:34: Und dadurch entsteht sehr schöner echter Content weil halt die Menschen es zulassen diese Gedanken ungefilt hat herauszubringen.
00:36:43: Und das ist für mich ähnlich ein Stealtraining.
00:36:45: Weil mit jedem Mal wo Du über ein Thema sprichst spielst Du's von einer anderen Seite auch Du mit deinen Fragen jetzt hier im Podcast.
00:36:54: du kitzelst nochmal andere Perspektiven, nochmal Zusammenfassungen aus mir heraus, die ich auch sehr spannend finde.
00:37:00: Was ich hier sage und dadurch knüpft mein Herd noch mal neue Verknüpfungen und ich kann die Themen vielleicht beim nächsten Mal noch poetierte Ausdrücken braucht dann nicht irgendwie acht Stunden oder acht Minuten um auf den Punkt zu kommen sondern ich erfasse den Kern des Wesentlichen immer leichter, immer schneller und damit entwickelt sich halt auch wieder meine Sprache und meinen Content.
00:37:21: Ein Kapitel hast du Stilkiste getauft.
00:37:25: Da könnten wir jetzt wahrscheinlich nicht nur acht Stunden, sondern Tage drüber sprechen.
00:37:28: was so da die Werkzeuge der deutschen Sprache hergeben.
00:37:33: Greift doch vielleicht mal für unsere Zuhörerinnen ein paar prägenante Beispiele heraus!
00:37:39: Neben all dem nach innen schauen gibt es ja auch sicherlich ein paar so grundsätzliche Dinge, die wir beachten sollten um mit unserer Sprache dann eben zu überzeugen gutzuwirken.
00:37:50: Was dürfen wir da lernen?
00:37:54: Da war mein Ansinnen bei diesem Kapitel das ja fast hundert Seiten hat einfach Stilmittel an die Hand zu geben die das eigene Gefühl besser ausdrücken zu können.
00:38:07: Also ich habe ja zum einen diese Botschaft, dass Gefühl in meiner Innenwelt raus will, dass sich nicht mehr filtern will.
00:38:14: und dann ist halt die Frage wenn ich das auf wenige Worte reduziere wie schaffe ich das mit meiner Sprache?
00:38:19: Und da kommen wir ein bisschen mehr in das hinein was wir auch unter Handwerk verstehen könnten.
00:38:24: Da geht es z.B.
00:38:25: um Tipps so auf Wortebene wo ich sage nutze starke Verben Weil die schmeißen den Kopfkino-Projektor bei den Menschen an und sorgen halt dafür, dass wir lebendiges Kopfkno bekommen.
00:38:36: Dass wir uns die Dinge halt auch kraftvoll vorstellen können sehr visuell Gleichzeitig wenn ich Nomen benutze das heißt Wenn der Prozess sich irgendwie substantiviert dann entschleunigt das alles Dann wird das distanzierter dann wird es vielleicht auch etwas ja etwas steriler und nüchterner.
00:38:55: wenn Ich jetzt sage Du Bettina, es geht darum lebendig zu schreiben und die Menschen mit frischen Ideen zu entzücken.
00:39:06: Ist das jetzt... hier habe ich einfach ein paar Verben eingebaut?
00:39:09: Wenn ich jetzt sage, Bettina!
00:39:12: Es geht darum den Schreibprozess so zu gestalten dass die Menschen Momente der Entzückung erleben.
00:39:21: Jetzt hab' ich hier noch als Erleben Als werb reingeschmuggelt, weil ich nicht anders kann als aktivieren zu schreiben.
00:39:27: Du merkst schön dass das eine ist unmittelbarer und das andere klingt etwas behördlicher und distanzierter.
00:39:33: Und beides ist total richtig wenn es deinen stil trifft Weil wir wollen vielleicht nicht überall so dynamisch und lebendig klingen.
00:39:40: Es hängt davon ab was deine marke ausdrücken soll und wie sie sich anfühlen sollen.
00:39:44: also da diesen unterschied klarzumachen.
00:39:47: Ich spreche auch sehr gern übersatzzeichen den Punkt, das Ausrufezeichen und das Fragezeichen.
00:39:52: Den Gedankenstrich oder halt auch total unterschätzt die Klammer.
00:39:56: Die Klamma ist zum Beispiel im Text eine Möglichkeit so ein bisschen was von deiner Stimme mit reinzubringen.
00:40:03: Ich habe jetzt vor ein paar Wochen nochmal in einem Buch gestöbert.
00:40:06: ich glaube dass es vom australischen Copywriter – ich kenne aber jetzt gerade nicht genau seinen Namen.
00:40:13: Der hat in seinem Buch sowas geschrieben, also einfach so ein Satz.
00:40:17: Damals als wir noch mit Feuer gelebt haben, noch keine Elektrizität kannten und uns von Dinosaurien ernährt haben Und dann schreibt er dahinter Ja ich weiß, in Klammern kann man zu und dann machte einfach seinen Gedanken weiter.
00:40:34: und weißt du das fand ich so lustig.
00:40:36: Ich habe inne gehalten und ich hab fast eine halbe Minute lang gelacht weil ich mir denke Okay, wir haben damals keine Dinosaurier gegessen und dann kommt in Klammern.
00:40:44: Ja ich weiß!
00:40:45: Und was er kommuniziert quasi auf einer Meta-Ebene im Text macht sich lustig über den Text oder lässt seine Stimme als Autor noch mal unmittelbarer einfließen?
00:40:54: Das sind so Dinge... Ich glaube, dass vielen Menschen die Möglichkeit einer Klammer überhaupt gar nicht klar sind.
00:41:00: Ich nutze das auch stellenweise im Buch – ich habe das früher noch ein bisschen intensiver genutzt!
00:41:04: Das schafft halt einfach so eine starke Nähe, weil ich den Autor plötzlich zwischen den Klammern mal spüre und vielleicht um….
00:41:14: also wir sprechen über Wortebene, Satz-Ebene, Interpunktionen und noch ein anderes Mittel, das ich sehr mag ist zum Beispiel Ironie und Selbstironie ist ein ganz kraftvolles Stilmittel, die selbst nicht zu ernst nehmen.
00:41:26: Vielleicht doch mal einen Witz auf deine Kosten zu machen und das erzeugt auch eine gewisse Nähe schaffen kann dich sympathisch und locker wirken lassen.
00:41:37: Und das sind so Stilmitteln, die ich halt vorstelle mit vielen Beispielen auch den Hintergründen zur Weile warum das so wirkt wie es wirkt?
00:41:46: Und diese Mittel sind einfach eine Einladung dir aus dieser Stilkiste herauszunehmen was zu deiner
00:41:51: Marke passt.
00:41:53: Ich weiß von meinen Kundinnen, dass es ihnen auf sehr schwerfällt so ihre Gedanken zu Papier bzw.
00:41:59: in den PC zu bringen und auch dann noch wenn dieser Prozess von Zielgruppe definieren Thema finden Angebot formulieren Wenn das alles schon auf einem ganz guten Stand ausgearbeitet ist.
00:42:10: Du sagst ja immer so schön Veränderungen und Entwicklungen die passieren zwischen den Ohren.
00:42:15: Was darf sich hier denn noch entwickeln oder weiterentwickeln?
00:42:21: damit ein Gedanke dann auch wirklich zu einem überzeugenden Text wird.
00:42:25: Wie produziere ich wirksamen Content?
00:42:28: Dazu schreibst du ja in deinem Buch auch einen Kapitel.
00:42:33: Ja,
00:42:34: da fängt es jetzt an... Es gibt verschiedene Herangehensweisen je nachdem wie Du tigst und wie es Dir am leichtesten liegt.
00:42:40: Es gibt natürlich Frameworks so was wie eine Formel die einem Text eine Struktur verleiht, an der Du Dich orientieren kannst um deine Gedanken auszudrücken, um in die Umsetzung zu kommen und den Text zu strukturieren.
00:42:54: Da gibt es dann, schlage ich zum Beispiel meine sexy Formel vor.
00:42:58: Die besteht aus den vier Buchstaben SEX und I. Und S steht dabei für Statement E für Explanation oder Erklärung X für Example.
00:43:10: Wenn ich das mit E-Example gesagt habe, also Beispiel.
00:43:13: Dann wäre es die SEI Formel gewesen und das klingt so gar nicht sexy.
00:43:16: Deswegen hab' ich gesagt, dass ist das Example und dann I ist der Impact.
00:43:20: Also was nehme ich jetzt daraus mit?
00:43:22: Und das ist für mich die überzeugendste Grundstruktur um gerade im Umfeld unsere schnellibigen Zeit in Social Media Aufmerksamkeit zu erzeugen zum Beispiel mit einem kraftvollen Statement sowas wie traurig scheiße zu schreiben Und dann eckt das vielleicht bei manchen Menschen an.
00:43:40: Was hat er jetzt wirklich gesagt?
00:43:43: Dann komme ich zum Beispiel erst mal dringend durch und ich bin bei den Menschen, ich habe ihre Aufmerksamkeit durch ein kraftvolles Statement.
00:43:50: Dann gebe ich eine Erklärung in die Explanation.
00:43:53: Ich sage ganz kurz was ich damit meine.
00:43:56: Trau dich irgendwie deine Gedanken ungefilter zu Papier zu bringen auch wenn sie sich am Anfang noch richtig doof anfühlen.
00:44:02: erstmal müssen diese ganzen Sachen raus.
00:44:05: Also ich erläutere das ein bisschen, nehme auch dem Statement so ein bisschen die emotionale Wucht.
00:44:10: Weil wenn ich damit provoziere ist es ganz gut, wenn ich die Energie so ein bißchen rauslassen und dann kommt Das Example, also ein Beispiel wo ich halt einfach dann sage.
00:44:20: Ich folge erstmal meinen Gedanken.
00:44:21: Ich diktiere vielleicht einfach alles so lose und auch wenn ich halt merke nur das Wort ist doof und so.
00:44:27: Ich lass trotzdem alles stehen weil ich niemand weiß man kann vielleicht das eine wort dass sich jetzt gerade blöd finde später einen sprung breit sein zu einer neuen idee.
00:44:36: Ich traue mich selbst, diesen Gedanken zu folgen.
00:44:39: Sie fließen zu lassen auch wenn ich mir noch nicht sicher bin wo sie hinmünden.
00:44:43: und dann am Ende erläutere ich den Impact.
00:44:47: dadurch, dass ich mich trauer scheiße zu schreiben entlaste ich mein Kurzzeitgedächtnis.
00:44:53: Dann könnte ich das mitbringen was sich die eben erläuter haben da komme mehr in den flow und ja aktiviere vielleicht assoziationsketten Die mir sonst nicht eingefallen hätte.
00:45:03: deswegen leg jetzt los greif jetzt zum Stift oder zur Tastatur, oder zum Transkriptionsgerät und traurig scheiße zu ungefiltert fließen zu lassen.
00:45:15: Das ist jetzt eins so ein Weg?
00:45:16: Das ist dann für mich eher das prozedurale Schreiben wo ich eine Formel folge.
00:45:21: Oder es gibt für mich das intuitive Schreibende, das explorative Schreiben nenne ich das auch gerne.
00:45:27: Ich habe so ne Grundidee Und ich fange mal einfach an lose den Gedanken zu folgen Und da braucht es manchmal dann am Ende ein bisschen Fein-Tuning, um halt zu schauen worüber spreche ich hier gerade.
00:45:38: Nur die schönste Vorbereitung liegt einfach im Denken.
00:45:42: Ich mache mir klar was ich sagen will und bereite das auf die möglichst knackigste und knusprigste Art und Weise auf.
00:45:49: Dafür kann zum Beispiel diese sexy Framework helfen weil ich denn weiß, ich brauche ein starkes Statement.
00:45:55: Ich erläutere das ganz kurz, gebe einen Beispiel und sage dann, was kannst du jetzt damit tun?
00:46:00: Da ist alles wichtige drin!
00:46:02: damit Content überzeugen, aktivieren mitreißen kann.
00:46:05: Oder ich folge dem ganzen Mal explorativ und finde überhaupt erst einmal heraus was will ich eigentlich sagen?
00:46:11: Und manchmal wenn ich das mache... Das Explorative kann ein bisschen länger dauern.
00:46:15: Nur manchmal stoße ich damit halt auch auf Gedanken die ich vorher nicht gedacht habe wo ich gar nicht wusste dass ich das weiß.
00:46:22: und dann passiert es schon mal dass in einem Artikel vielleicht vier fünf Ideen stecken.
00:46:27: Die kann ich mir danach ja, raus schälen und daraus dann eigene Beiträge machen.
00:46:33: Das sind jetzt so meine zwei Hauptwege von den ersten Ideen in die Umsetzung.
00:46:37: Wir sind ja jetzt im unserem Gespräch von theoretischen Hintergründen hin zu sehr praktischen Leitlinien gekommen.
00:46:47: und ich werde jetzt noch ein Schritt weitergehen in sehr konkretes und dir von einem Beispiel erzählen von einer Kundin, mit der ich, glaube ich, Ansätze von Brent Writing entwickelt habe und dir dann anschließend die Frage stellen, so wie könnte sie das denn weiter intensivieren?
00:47:07: Und zwar geht es um eine Coach, die parallel auch zum allgemeinen Coaching Kunsttherapeutin ist.
00:47:15: Sie hat in unseren Gesprächen Begriffe verwendet bei denen Aufmerksam wurde und hellwach.
00:47:24: Dann kam sowas, ja da ist das Leben ein bisschen grau und dann muss mehr Farbe rein oder es braucht hier noch einen Pinselstrich um in Situationen zu verbessern.
00:47:33: Und da habe ich gedacht wow Das passt ja so gut zu dir.
00:47:38: Da hast du ein Stück Sprache intuitiv benutzt, was wir jetzt aber ganz konkret auch nutzen können um wirklich deinen persönlichen Stil darauszuentwickeln.
00:47:48: und vielleicht an der Stelle einfach mal die Frage an dich wie könnte sie das noch weiter entwickeln?
00:47:57: Also das, was ihr da geschaffen habt ist einfach eine sehr schöne Analogie aus der heraus auch Metaphern entstehen können.
00:48:05: Quasi ihr habt einen Lebensbereich genommen... der zu ihrer Persönlichkeit passt, einfach das Kunsttherapeutische und das halt überführt auf einen anderen Bereich.
00:48:17: Und dadurch nutzen wir den Wortschatz aus einem Bereich um Phänomene Muster aus einem anderen Bereich zu beschreiben.
00:48:25: Nichts anderes mache ich zum Beispiel wenn ich sage na doh Ich bin früher als Student, bin ich Hilfskoch gewesen und es gab tatsächlich eine Zeit vor dem Studium wo ich überlegt habe ob ich nicht ne Ausbildung zum Koch mache.
00:48:38: Doch die Buchstaben der Rotik hat damals stärker geknistert und so ist halt der Weg so gelaufen wie ... wie er es halt getan hat.
00:48:46: Und deswegen koche ich heute halt würzige Worte, ich koche knuspriges Copywriting und leckere Texte.
00:48:54: Da ist auch so ein Teil von mir wo ich jetzt schauen kann.
00:48:58: aus dieser Metaphernwelt, aus dieser Verbindung würde ich sagen, ich nenne das immer die Genusswelt und hier könnte es bei ihr auch die Kunstwelt sein.
00:49:07: welcher Sprachbilder gibt es da?
00:49:09: Welche Verben welche Adjektive gibt es dar, die ich nutzen könnte um ähnliche Phänomene im anderen Bereich zu umschreiben.
00:49:19: Und dadurch bekommt er sofort eine eigene Perspektive, bekommt das einen eigenen Anstrich und halt einfach eine unverkennbare Note.
00:49:27: Das hat einen ganz eigenen Fingerabdruck, diese Kommunikationen.
00:49:30: Denn hier sind wir wieder beim Thema.
00:49:32: Wir sprechen in einer Branche ob es jetzt Coaching ist, ob es Copywriting ist, Ob's Segeln ist... Wir sprechen von den gleichen Grundprinzipien die jeder der erfahren ist und seine Expertise hat auf eine ähnliche Art und Weise ausdrücken würde.
00:49:46: wenn wir das ganz nüchtern und sachlich machen könnten wir auch sagen ich unterstütze dich dabei verkaufsstarke Texte zu schreiben Kaufinteresse wecken.
00:49:54: Ich würde sagen, es klingt jetzt gut!
00:49:58: Ja ich bin schon halb irgendwie so eingeschlafen.
00:50:01: Wenn ich dann stattdessen sage du, ich begleite dich dabei leckere Texte zu schreiben die im Hirn knuspern und Appetit auf mehr machen, dann klingt das ganz anders.
00:50:11: Dann hat das einen ganz anderen Anstrich.
00:50:13: doch die Grundbotschaft ist exakt die gleiche.
00:50:16: Und da bist Du jetzt mit Deiner Kundin auf etwas gestoßen Ich nenne das auch manchmal einfach ein Frame, einen eigenen Rahmen zu bauen durch den sie das Coaching-Thema betrachtet.
00:50:27: und dieser Rahmen färbt halt den Inhalt auf eine gewisse Art und Weise ein.
00:50:32: Und das kommt aus ihrer Persönlichkeit, also dieser Kunstbereich.
00:50:36: Und so hast du diesen schönen Effekt, dass Persönlichkeit alleine durch die Wahl deiner Worte und die Perspektive, die du darauf einnimmst, dass die spürbar wird in den Texten.
00:50:47: Sie hat damit quasi schon so eine Art eigenes Wasserzeichen entwickelt, das sie jetzt ausbauen könnte indem sie zum Beispiel das Wortfeld weiter erkundet.
00:50:56: Das kannst du tun!
00:50:57: Es ist jetzt ein linguistischer Begriff.
00:50:59: es geht im Grunde um all die Wörter, die mit der Kunstwelt in Verbindung bringen.
00:51:03: wenn Du jetzt zum Beispiel der künstlichen Intelligenz Deines Vertrauens sagst gib mir mal einhundert Wörther aus dem Wortfeld kunst und sagst dann Bitte dreißig Prozent Verben, dreißige Prozent Adjektive und dreißigen Prozent Redensarten oder so.
00:51:19: Dann wird sie dir ein Riesenhaufen Dinge ausspulen und dann kannst du halt da reinschauen.
00:51:24: okay was davon könnte ich aufs Coaching übertragen?
00:51:27: Was davon könnte Ich jetzt mit reinnehmen um halt die Coaching Welt zu beschreiben Mit diesem Wortschatz aus der Kunstwelt
00:51:36: Danke.
00:51:37: Ich hoffe, diese Kundin – ich werde ihr auch nochmal den Hinweis geben – hört auch die Folge mit diesen weiterführenden Ideen.
00:51:45: Ganz interessant!
00:51:46: Die Frage, die sich jetzt ja vielleicht auch die Menschen stellen, wenn sie hier zuhören….
00:51:51: Wie kann ich das denn überhaupt noch besser lernen?
00:51:54: Also erstmal natürlich die Empfehlung dein Buch zu lesen.
00:51:57: Das versteht sich von alleine.
00:51:59: Titel werde ich auch nochmal in den Throne Notes verlinken und aufschreiben.
00:52:04: Was, wie kann man denn mit dir oder bei dir vielleicht noch ein bisschen mehr lernen?
00:52:12: Ja da bin ich gerade tatsächlich in der Entwicklung.
00:52:14: Ich habe einen Programm in der Entwicklerung das den gleichen Namen trägt Brand Writing dass tatsächlich ein halbjährliches Programm ist.
00:52:22: also es geht über sechs Monate wo ich halt eine kleine Gruppe von Menschen dabei begleite, die Themen aus dem Buch umzusetzen.
00:52:30: Und du siehst jetzt wenn ich darüber spreche es gibt noch zahlreiche weiterführende Ideen, die einfach nicht ins Buch gepasst haben und manche Dinge fragen die halt aufkommen, wenn wir in die Umsetzung kommen.
00:52:41: und dafür ist das Training halt gedacht
00:52:43: d.h.,
00:52:44: dass ersetzt das Buch nicht Und gleichzeitig kannst du das Buch ergänzend dazu lesen und es begleitet dich halt einfach dabei, die Themen aus dem Programm umzusetzen.
00:52:57: Es setzt dabei drei Schwerpunkte einmal die Definition dieser ganzen Marken Perspektive also diesen Brand Part wo wir deinen Filtersystem Schritt für Schritt durchgehen und die einzelnen Themen daraus herausarbeiten.
00:53:10: Das kannst Du natürlich auch mit dem Buch weiterführende Impulse mitgeben, wie das möglichst gut und leicht gelingt.
00:53:21: Dann ist dabei der Content-Part, dass es halt auch wirklich darum geht, Content aus dem Alltag zu identifizieren und den in Content einfließen zu lassen durch Storytelling, durch gewisse Textstrukturen und so Stück für Stück dieses Thema zu üben.
00:53:40: Wie schaffe ich es Themen, Inspirationen aus meinem Alltag?
00:53:44: halt einfach Content ready zu machen und daraus halt einfach das Ganze schön zu verpacken.
00:53:49: Und dann auch in die Umsetzung zu bringen, fertige Texte zu verarbeiten.
00:53:55: Dann gibt es noch die Stilkomponente dabei wo's darum geht einfach Stück für Stück herauszuarbeiten was macht mein Stil aus?
00:54:03: welches Stilmittel können dazu passen mich so auszudrücken wie ich wahrgenommen werden möchte?
00:54:09: Das trainieren wir über sechs Monate im sehr intensiven Programm dass ich ganz persönlich begleite.
00:54:15: Ja, Juri.
00:54:15: Ganz herzlichen Dank für dieses wunderbare Gespräch!
00:54:20: Ich hoffe dass das ein Mutmacher war... die Zuhörerinnen sich wirklich mit der Innen-Sicht zu beschäftigen und den Mut zu entwickeln, sich ein bisschen zu lösen von all dem was außen scheint.
00:54:36: Und auf sich selber noch mehr zu vertrauen und sich da auf einen guten Weg zu machen.
00:54:40: Da hast du so viele Anregungen gegeben und dein Buch gibt noch viele weitere.
00:54:45: Ganz ganz herzlichen Dank für dieses Gespräch!
00:54:49: Ich freue mich von dir zu hören weiter hin und zu lesen
00:54:55: Ja, sehr gerne.
00:54:56: und Mut Davos machen.
00:54:58: Und es braucht nicht immer alles komplett neu entwickelt zu sein.
00:55:02: Es geht einfach nur darum wie ist das was du da draußen wahrnimmst?
00:55:06: also was von den Themen die dein Markt bespricht?
00:55:09: Was sind die Themen die immer wieder aufkommen?
00:55:11: und wie kannst du das auf deine Art und Weise sagen?
00:55:15: auf eine Art und Weise die geprägt ist durch deine Erfahrung, deine Sicht der Dinge.
00:55:20: Es geht darum die Themen so einzufärben dass sie zu dir und deiner Welt passen und damit werden Sie automatisch einzigartig und ja unverkennbar.
00:55:29: du
00:55:31: Für heute sage ich Tschüss und freue mich, wenn du bei der nächsten Folge wieder rein hörst.
00:55:35: Du kannst dich natürlich jederzeit auf www.betina-bergmann.de über meine Coachings und Programme informieren Und eine Riesenfreude machst du mir Wenn du meinen Podcast bei Apple oder Spotify bewertest und ihn mit deinen Coachingkolleginnen teilst.
00:55:52: Bis zum nächsten Mal!
00:55:53: Auf in die Selbstständigkeit weil du kannst was du willst deine Bettina.
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